Botanik des Baldrians

Der Baldrian ist eine ausdauernde beziehungsweise zwei- bis mehrjährige Pflanze. Das bedeutet, dass er über mehrere (mindestens 2) Jahre hinweg lebt und dabei mehrfach, üblicherweise alljährlich, blüht. Er zeichnet sich durch einen kräftigen Wuchs und einen starken, aber kurzen Wurzelstock aus. Die Wurzeln selbst werden bis zu 20 Zentimeter lang.

Baldrian wächst in Stauden und wird bis zu 1,70 Meter hoch. Der Stängel ist rund, hohl und unten leicht behaart. Er ist gefurcht und üblicherweise nur oben verzweigt. In halbkugeligen Blütenständen trägt er weiße bis rötliche Blüten. Der Kelch der Blüte setzt sich aus 5 kleinen Zipfeln zusammen, die nach innen umgerollt sind.

Die Blütezeit des Baldrians reicht von Juli bis September. Die einsamige Frucht des Baldrians ähnelt einer Nuss und entwickelt sich aus dem unterständigen Fruchtknoten. Sie ist klein und von gelblichbrauner Farbe.

Der eigentliche Baldriangeruch ist angenehm. Seinen charakteristischen Geruch erhält er erst durch Trocknung. Die Blätter des Baldrians sind gefiedert bis fiederschnittig und gegenständig angeordnet.

Baldrian wächst besonders gerne am Rand von Wäldern und Wegen sowie an Bächen. Er bevorzugt feuchten Untergrund.