Steckbrief Melisse

Namensgebung der Melisse

  • Botanische Bezeichnung: Melissa officinalis
  • Familie: Lamiaceae (Lippenblütler)
  • Unterfamilie: Nepetoideae
  • Tribus: Mentheae
  • Untertribus: Salviinae
  • Gattung: Melissa (Melisse)
  • Art: Zitronenmelisse
  • Herkunft: östliches Mittelmeergebiet und Westasien

Der Name Melisse ist eine eingedeutschte Form des griechischen Wortes meliteion. Dieses steht in einem Zusammenhang mit meli, dem griechischen Wort für Honig. Hintergrund ist wohl die Nutzung der Zitronenmelisse als Bienenweide. In diesem Zusammenhang steht auch ihr Auftreten in der griechischen Mythologie. In dieser ernährte die Nymphe Amaltheia den kleinen Zeus mit dem Honig ihrer Schwester Melissa. Diese war es auch, die der Sage nach die Menschen lehrte, die Melisse als Bienenweide zu nutzen und den Bienenstock mit Melisse einzureiben, um die Bienen im Stock zu halten.

Weitere im Mittelalter gebräuchliche Namen für die Zitronenmelisse waren Herztrost und Frauenkraut. Der Grund hierfür ist einfach: Schon lange – im Mittelmeerraum und im Orient bereits seit 2000 Jahren – wird die Melisse gegen Traurigkeit, Herzbeschwerden und Frauenkrankheiten eingesetzt.

Erwähnt wird die Melisse unter anderem von dem antiken Arzt Dioskurides, der heiligen Hildegard von Bingen und Paracelsus. Hildegard von Bingen etwa empfahl Melisse bei Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen und Magenschmerzen. Paracelsus empfahl den Einsatz von Melisse bei Herzleiden. Bislang konnte die moderne Wissenschaft noch nicht nachweisen, dass Melisse eine solche Wirkung hat. Bei nervöser Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und Lippenherpes soll Melisse dagegen helfen.