Volkskrankheit Schlafstörungen

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit. Schätzungen gehen davon aus, dass in der westlichen Welt rund 20 Prozent der Erwachsenen unter ihnen leiden. Gründe hierfür gibt es verschiedene. Teilweise können Schlafprobleme Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sein. Allerdings können auch Krankheiten Schlafstörungen verursachen, insbesondere dann, wenn sie von Schmerzen begleitet werden. Häufig ist auch das eigene Schnarchen oder das Schnarchen des Partners Grund für einen gestörten Schlaf. Neben diesen körperlichen und äußeren Ursachen sind vor allem seelische Beschwerden für Schlafstörungen verantwortlich. Beruflicher oder privater Stress sowie psychische Belastung und Ängste können dazu führen, dass man Schwierigkeiten hat, nachts einzuschlafen. Halten die Schlafstörungen über viele Wochen, Monate oder gar Jahre an, entstehen hohe körperliche und seelische Belastungen für die Betroffenen.

Daneben kann auch falsches Schlafverhalten zu Schlafstörungen führen. Will man etwa den unzureichenden Schlaf der vorherigen Nacht im Laufe des Tages ausgleichen, so führt dies lediglich dazu, dass man abends nicht müde ist und nicht einschlafen kann – ein Teufelskreis droht zu entstehen. Auch der abendliche Konsum von Alkohol, Nikotin, Koffein oder schwer verdaulichem Essen wirkt sich kontraproduktiv auf den Schlaf aus.

Symptome und Folgen von Schlafstörungen

Typische Symptome einer Schlafstörung sind Müdigkeit, Missmut und Gereiztheit, Konzentrations- und Leistungsschwäche, Nervosität sowie ein gesteigertes Kälteempfinden. Auch ein unruhiger Schlaf und häufige Kopfschmerzen können auf eine Schlafstörung hinweisen.

Neben diesen anfänglichen Symptomen können Schlafstörungen im Laufe der Zeit allerdings auch schwerwiegendere Folgen nach sich ziehen. Die abnehmende Leistungsfähigkeit wird zunehmend zur seelischen Belastung. Versagensängste können auftreten, die schließlich zu einem chronischen Erschöpfungszustand (Burn-out-Syndrom) oder zu Depressionen führen können.

Dauerhafter Schlafmangel hat nicht nur seelische Beeinträchtigungen, sondern auch einschneidende körperliche Konsequenzen zur Folge. Das Immunsystem wird geschwächt, das Risiko, krank zu werden, steigt. Auch Bluthochdruck, Magenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie vorzeitige Alterserscheinungen und Übergewicht können auftreten.